Fichtelberg Schwebebahn

Fichtelberghaus

Das erste nachweisbare, von Oskar Puschmann projektierte Fichtelberghaus wurde in den Jahren 1888/89 auf dem Fichtelberg erbaut. Es wurde am 21. Juli 1889 eröffnet und 1899 erstmals durch einen Anbau erweitert. 1910 wurde das Haus wegen des Andrangs auf den höchsten Berg Sachsens nochmals vergrößert. Mit dem Bau der Fichtelberg-Schwebebahn im Jahr 1924 stiegen die Besucherzahlen weiter an.

Am Abend des 25. Februars 1963 brach im Fichtelberghaus ein Brand aus. 180 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis Annaberg wurden alarmiert und waren an der Brandbekämpfung beteiligt. Wegen starker Schneeverwehungen auf der Zufahrtsstraße mussten sämtliche Löschmittel mit der Schwebebahn auf den Berg gebracht werden. Wegen des Wassermangels und einer bei -15 °C eingefrorenen Schlauchleitung, die man von Oberwiesenthal auf den Berg gelegt hatte, gelang es nicht, den Brand zu löschen. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Am 22. Juni 1965 wurde der Grundstein für ein neues Gebäude gelegt. Bis 1967 entstand ein modernes Fichtelberghaus mit einer nüchternen, DDR-typischen Betonarchitektur und einem integrierten schmucklosen, 42 m hohen Aussichtsturm. Für den Neubau stellte die DDR 12 Millionen Mark zur Verfügung. Im Erdgeschoss befand sich ein großes Selbstbedienungs-Restaurant, im Obergeschoss waren eine Grillbar, ein Konzertcafé und ein Konferenzsalon untergebracht. An der Innengestaltung wirkten namhafte Künstler mit. Die Holzwände im Vestibül und der Raumteiler in der Selbstbedienung wurden von Hans Brockhage entworfen. Carl-Heinz Westenburger schuf ein Wandbild für die Stirnwand des Salons, auf dem er das Sportleben auf dem Fichtelberg darstellte. Ende der 1990er-Jahre wurde das Fichtelberghaus in Anlehnung an das alte Gebäude umgebaut und am 18. Juli 1999 eröffnet. Der neu errichtete Aussichtsturm ist nur noch 31 m hoch.

Quelle: Wikipedia

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